Chronik

Hier findest du alle vergangenen Fahrten.


Romeo und Julia

Die Capulets und Montagues wollen nichts miteinander zu tun haben. Dies wird deutlich durch die Mauer, welche die Bühne teilt. Wir sitzen auf der Seite der Montagues und erleben die Handlung der anderen Seite über Projektionen. Wir sind ganz nah dabei, als die lange bestehende Feindschaft der Familien durch zwei Morde weiter angeheizt wird, und das, nachdem sich ausgerechnet Romeo Montague und Julia Capulet ineinander verlieben und sich heimlich von Pater Lorenzo trauen lassen.

Im Kampf tötet Julias Cousin Tybalt Romeos Freund Mercutio und Romeo rächt diesen, indem er Tybalt ersticht.

Er flieht aus Verona und Julia versucht durch ihren vorgetäuschten Tod ihrer arrangierten Verheiratung mit Paris zu entgehen. Romeo erfährt von Julias Tod, jedoch nicht von ihrer List, sieht die Schlafende aufgebahrt liegen und bringt sich um. Wie sehr wir mitleiden wird deutlich, als hinter mir ein junger Zuschauer eindringlich „Tu’s nicht!“ flüstert. Julia erwacht, sieht ihren toten Ehemann und tötet sich mit seinem Dolch.

Diese tragische Geschichte wird spannend vor, hinter und auf der Mauer erzählt, zum Teil mit unerwarteten Musikeinlagen wie „Killing me softly“, das von Julia live gesungen wird. Der teils urkomische Wortwitz, mit dem Shakespeare bei aller Tragik sein Stück würzt, wird insbesondere durch Mercutio und Julias Amme, die von Nils Kreutlinger, also einem Mann gespielt wird, so provokant präsentiert, dass sie beim Publikum lautes Gelächter hervorrufen.

In diesen drei Stunden im Schauspielhaus Frankurt erleben wir das bislang älteste Stück der KulturWEG-Theaterbesuche in der modernsten Inszenierung. Wir werden diesen mitreißenden Theaterabend lange in Erinnerung behalten. - O-Ton unseres jüngsten KulturWEGlers (11): „Cool, ich dachte, Shakespeare ist etwas für alte Leute!“

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Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" im Schauspiel Frankfurt

Am 10. November 2017 sahen wir die Bühnenbearbeitung von Anna Seghers Roman „Das siebte Kreuz“ im Schauspielhaus Frankfurt. Die Geschichte erzählt von Georg Heisler, der auf seiner Flucht aus dem Konzentrationslager Westhofen Menschen begegnet, die ihm helfen statt ihn zu verraten. Zwei Stunden lang erlebten wir, wie sieben Schauspielerinnen und Schauspieler stets auf und hinter der Bühne präsent waren und uns – ohne Pause – an dem Auf und Ab aus Hoffnung und Verzweiflung teilhaben ließen.

Ein anstrengender, aber auch sehr eindrucksvoller Abend!

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Heinrich von Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" im Schauspiel Frankfurt

Am Freitag, dem 24.02.2017 nutzten einige Abiturienten und weitere Oberstufenschüler die Chance, eine ihrer Pflichtlektüren auf der Bühne des Schauspielhauses Frankfurt zu erleben. Auch wenn der Text gekürzt war, waren alle von der Interpretation und dem eindringlichen Spiel beeindruckt. Direkt nach Ende der Vorstellung begann eine intensive Besprechung des Stückes, die sich auf der Zugfahrt nach Gelnhausen fortsetzte. Spannend war vor allem die Frage, ob und wie die Bühnenfassung mit der Interpretation des Dramentextes in Einklang zu bringen sei.

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KulturWEG feiert ersten Geburtstag

Am Freitag, dem 17. Februar 2017 lud KulturWEG die Schülerschaft und die Lehrkräfte des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums auf ein Stück Geburtstagskuchen ein. In der 2. großen Pause verteilten Sabine Ebelshäuser und Sabine Weigandt im Foyer leckere Schokoladenhäppchen und kamen mit vielen über die Idee und das Angebot der Initiave ins Gespräch.

In diesem Rahmen bedankten sie sich auch beim Administrator der Website, Paul Seitz (Klasse 9a), mit einem kleinen Geschenk. Die Schöpferin des Logos, Anna Dhein (Q-Phase), konnte nicht dabei sein und erhielt ihr Geschenk nachgereicht.

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Tom Lanoyes "Königin Lear" im Schauspiel Frankfurt

Nach einem Leben voller Disziplin, Härte und Unnachgiebigkeit gegenüber sich und ihren Kindern steht Königin Lear vor der Frage, wer ihr Erbe antreten soll. Gewinnmaximierung und Vermögenszuwachs sind nun nicht mehr die entscheidenden Kriterien. Die Mutter in Lear fordert den Eid auf Liebe und Treue. Während die älteren Brüder nebst Gattinnen heuchelnd Liebe beteuern, mag der jüngste Sohn nicht einstimmen. Auch  der jahrelange Berater und Freund der Familie findet nicht die geforderten Worte. Und so beginnt der Untergang der gesamten Familie, des Imperiums und der Verlust des Vermögens. Das Drama nimmt seinen Lauf.

Beeindruckende Bilder, spannungsgeladene Videoinstallationen, sphärische Musik und eine hochdramatische Inszenierung machten für uns den Theaterabend zu einem besonderen Erlebnis.

Es bleibt die Erkenntnis: Shakespeare kann topaktuell sein.

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Ferdinand von Schirachs 'TERROR' im Schauspiel Frankfurt

Ein sehr ernstes und beklemmendes Stück erlebten wir im Schauspielhaus Frankfurt, wo wir am Ende des Abends gemeinsam mit 469 weiteren Zuschauern darüber urteilen mussten, ob sich der Kampfjet-Pilot, der durch den Abschuss eines vollbesetzten Passagierflugzeuges 70.000 Stadionbesucher vor einem Terroranschlag gerettet hatte, des Mordes schuldig gemacht hat.
Die WEG-Teilnehmer der Stufen 7-9 und die begleitenden Erwachsenen verließen nach der „Urteilsverkündung“ (an diesem Abend wurde der Pilot durch eine knappe Mehrheit freigesprochen) nachdenklich das Theater und sprachen auf dem Heimweg über Recht und das Richtige sowie die Würde des Menschen.

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Shakespeares "Was ihr wollt" im Amphitheater Schloss Philippsruh in Hanau

Am diesem Freitag Nachmittag brach eine in Regenjacken gekleidete und mit Wolldecken ausgestattete Gruppe nach Hanau auf und war auf einen nasskalten Abend im Amphitheater gefasst. Doch pünktlich zum Beginn hörte es auf zu regnen und wir konnten eine kurzweilige und sehr witzige Aufführung des Shakespeare-Stückes genießen. Die Verwechslungkomödie begeisterte Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen zehn und siebzehn Jahren sowie Erwachsene gleichermaßen.

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Rio Reiser – König von Deutschland

Dies war unser erstes Angebot, demnach fand sich damals nur eine kleine Gruppe, die gemeinsam zum Stadttheater Gießen fuhr dort Rio Reiser - König von Deutschland schaute. Die Beteiligten hatten große Freude an der mitreißenden Aufführung und lernten Musik und Lebensgeschichte des deutschen Sängers, der in den 70er- und 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts mit politischen Texten „König von Deutschland“ wurde.

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