Tom Lanoyes "Königin Lear" im Schauspiel Frankfurt

Nach einem Leben voller Disziplin, Härte und Unnachgiebigkeit gegenüber sich und ihren Kindern steht Königin Lear vor der Frage, wer ihr Erbe antreten soll. Gewinnmaximierung und Vermögenszuwachs sind nun nicht mehr die entscheidenden Kriterien. Die Mutter in Lear fordert den Eid auf Liebe und Treue. Während die älteren Brüder nebst Gattinnen heuchelnd Liebe beteuern, mag der jüngste Sohn nicht einstimmen. Auch  der jahrelange Berater und Freund der Familie findet nicht die geforderten Worte. Und so beginnt der Untergang der gesamten Familie, des Imperiums und der Verlust des Vermögens. Das Drama nimmt seinen Lauf.

Beeindruckende Bilder, spannungsgeladene Videoinstallationen, sphärische Musik und eine hochdramatische Inszenierung machten für uns den Theaterabend zu einem besonderen Erlebnis.

Es bleibt die Erkenntnis: Shakespeare kann topaktuell sein.

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